Parodontitis – Zahnbetterkrankung

Eine der am Weitesten verbreiteten Volkskrankheiten nach der Karies ist die Parodontitis, ein bakterielle entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates mit Knochenverlust als unbehandelte Folge. Sie ist die häufigste Ursache für Zahnverlust. Aktuelle Untersuchungen der deutschen Mundgesundheitsstudie zeigen, dass jeder 2. Erwachsene in der mittleren Lebenshälfte davon betroffen ist. Grundsätzlich sind alle Altersklassen betroffen, aber Erwachsene im fortgeschrittenen Alter sogar bis zu 90%!

Die Behandlung einer Parodontitis ist heutzutage einfacher als vielfach angenommen. Noch immer kursieren Geschichten über Behandlungsmethoden von vor 20 Jahren. Neueste Erkenntnisse und darauf abgestimmte Methoden, gepaart mit modernster Technik gestatten mittlerweile ebenfalls minimalinvasive Behandlungen. D.h. In der Regel ohne aufwendige chirurgische Eingriffe mit Nähten und Schmerzen nach der Behandlung. Dabei kommen moderne Diagnostikmethoden und auch unser Laser zur Anwendung.

Was ist eine Parodontitis?

Eine Parodontitis ist eine, durch bakteriellen Biofilm verursachte entzündliche Zerstörung des Zahnhalteapparates, die unbehandelt eine irreversible Schädigung des Kieferknochens mit Verlust sogar gesunder Zähne zur Folge haben kann.

Bakterien im Biofilm scheiden bestimmte Zellgifte und Enzyme aus, die die körpereigenen knochenabbauenden Systeme aktivieren. In vergleichsweise seltenen Fällen gibt es bei dieser Erkrankung eine geringe genetische Komponente.

Mittlerweile sind die Zusammenhänge der Parodontitis gut erforscht. Dennoch wird sie in deutschen Zahnarztpraxen oftmals nicht konsequent behandelt. In unserer Zahnarztpraxis Confident haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, diese Krankheit konsequent zu bekämpfen, denn sie ist – wie Karies – eine vermeidbare Erkrankung.

Das probateste Mittel zu Vermeidung dieser Erkrankung ist regelmäßige häusliche Mundhygiene kombiniert mit regelmäßiger Kontrolle und professioneller Zahnreinigung beim Zahnarzt.

Parodontitis ist eine tückische Krankheit aber vermeidbar

Eine Parodontitis ist nicht schmerzhaft und verläuft schleichend. Eine Parodontits ist wie eine offene, etwa Handteller-große Wunde im Mund. Starker Mundgeruch, Zahnfleischbluten, Zahnfleischrückgang und Zahnlockerung sind häufige Begleiterscheinungen.

Eine Parodontitis ist leider nicht heilbar und die Schäden oft irreversibel! Es gilt: einmal Parodontitis – immer Parodontitis. Die gute Nachricht: Der progressive Entzündungsprozess lässt sich zum Stillstand bringen, bedarf aber der konsequenten Nachsorge als Erhalt der Restzahnsubstanz und des Knochens und zur Vorsorge vor einem erneuten Aufflammen der Entzündung. Diese sogenannte Unterstützende Parodontitis-Therapie (UPT) besteht in einer Reihe engmaschiger Prophylaxebehandlungen, bei denen besonderes Augenmerk auf die für den Patienten unzugänglichen Regionen gelegt wird und wiederkehrende bakterielle Entzündungsherde gezielt bekämpft werden.

Höheres Risiko von Allgemeinerkrankung

Was eine Parodontitis so gefährlich macht, ist ihre Wechselwirkung mit andere Organsystemen im Körper. Aus dem aktiven Entzündungsherd im Mund werden kontinuierlich Bakterien in die Blutbahn geschwemmt, die weitere Infektion auslösen oder den Stoffwechsel (Metabolismus) empfindlich stören:

  • Das Schlaganfall- und Herzinfarkt-Risiko durch eine unbehandelte Parodontitis ist doppelt so hoch.
  • Das Risiko an einer Diabetes zu erkranken ist doppelt bis zu 11-fach erhöht. Außerdem sind die Zusammenhänge zwischen Diabetes und Parodontitis so eng, dass eine Parodontitis bei schlecht eingestellter Diabetes schwieriger zu behandeln ist und eine Diabetes bei unbehandelter Parodontitis ebenfalls schwierig einzustellen ist.
  • Das Risiko für Gelenkerkrankungen und Osteoporose ist ebenfalls doppelt bis vierfach erhöht.
  • Das Risiko für Herzkreislauferkrankungen und Herzinfarkt ist doppelt so hoch wie normal.
  • Chronische Erkrankungen der Atemwege und Lungenentzündung treten bis zu viermal häufiger auf.
Besonders für die folgenden Patientengruppen birgt eine PArodontitis zusätzliche Risiken:
  • Patienten im fortgeschrittenen Alter sollten eine Parodontitis behandeln lassen, um ihre Allgemeingesundheit zu verbessern. Viele wissen gar nicht, das ihnen täglich Ressourcen und Energie geraubt wird, weil der Körper permanent damit beschäftigt ist, gegen die chronische Entzündung im Mund anzukämpfen, die zudem auf den ganzen Körper ausstrahlt. Viele Patienten berichten, das Sie sich nach der Behandlung fitter und energiegeladener fühlen.
  • Für aktive Sportler ist es sehr wichtig, die Zähne und das Zahnfleisch regelmäßig untersuchen zu lassen. Denn durch die Belastungen beim Sport kann schon eine leichte Entzündung im Bereich des Herzens gefährlich werden. So gibt es mittlerweile einen ganzen Fortbildungszweig, der sich um Sportzahnärtztliche Themen und Erkrankungen kümmert. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Sportzahnmedizin.

  • Auch auf die Schwangerschaft kann sich eine Parodontitis negativ auswirken: Das Risiko einer Frühgeburt steigt um das 4-8 fache! 
Frauen, die planen schwanger zu werden, sollten daher möglichst schon im Vorfeld einer Schwangerschaft einen Check-up ihres Mundgesundheitsstatus’ durchführen lassen und diese Thematik auch mit ihrem Frauenarzt besprechen.

Unser Behandlungs­konzept bei Parodontitis 
– weniger schlimm als gedacht

Befundung und Diagnose
Zunächst entfernen wir den Zahnbelag oberhalb des Zahn­fleischsaumes (Gingiva) …
… und dann säubern wir auch die Zahnfleischtaschen.
Mit dem Laser dekontaminieren wir vorallem das Weichgewebe der Zahnfleischtasche und erreichen so verbliebene Keime.
Nach wenigen Wochen ist die Entzündung zum Stillstand gekommen …
… und das Zahnfleisch beginnt, sich zu regenerieren.

Parodontitis erhöht das Risiko für:

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